Kategorie „Nationale Jugendarbeit“

Projekte der offenen und verbandlichen Jugendarbeit sowie der Jugendinformation werden prämiert, die sich zumindest einem Handlungsfeld der Österreichischen Jugendstrategie widmen: Beschäftigung und Bildung, Beteiligung und Engagement, Lebensqualität und Miteinander.

aha plus – Anerkennungssystem für engagierte Jugendliche

Mädchen und Junge beim Fußballspielen

Bundesland: Vorarlberg
ProjektträgerIn: aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg

aha plus ist ein Anerkennungssystem für junge Menschen in Vorarlberg, die sich freiwillig engagieren. Über eine digitale Plattform erhält man Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten und kann sich gleich anmelden. Die Jugendlichen erhalten einerseits Anerkennung für ihre Mitwirkung in Form von Punkten und andererseits in Form einer Kompetenzbilanz. Die gesammelten Punkte können gegen besondere Erlebnisse und Produkte z. B. Training mit Sportprofis oder Veranstaltungstickets eingelöst werden. Und mit dem aha plus Nachweis können Jugendliche ihre Erfahrungen nachweisen und ihre Chancen für Job und Ausbildung steigern. So werden junge Menschen zur Mitwirkung motiviert und ihre Tätigkeit gleichzeitig anerkannt.

I FEEL GOOD

Mädchen auf selbstgebauten Palettenmöbeln von oben fotografiert

Bundesland: Steiermark
ProjektträgerIn: SOFA Soziale Dienste GmbH

Das umfassende Projekt „I FEEL GOOD“ in Seiersberg-Pirka widmet sich der psychischen und physischen Gesundheit von Jugendlichen und schließt dabei aktuelle Umwelt und Nachhaltigkeitsthemen mit ein. Themen wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, Psychische Gesundheit und Bewegung wurden im Rahmen von Veranstaltungen und Workshops behandelt. Dabei wurden die einzelnen Projekttage so konzipiert, dass sie auf der einen Seite in den Alltag des offenen Betriebes der Jugendzentren integriert werden konnten und auf der anderen Seite eine niederschwellige und spontane Partizipation jederzeit erlauben.

„Macht Sprache – Was macht Sprache?“

3 Jugendliche auf der Bühne mit Mikros

Bundesland: Tirol
ProjektträgerIn: Offene Jugendarbeit Landeck

Bei der Veranstaltung im Kulturzentrum „Altes Kino“ Landeck wurden die selbst kreierten Texte von Jugendlichen in einem Deutschrap ohne Musik vorgetragen. Eine erfahrene PoetrySlammerin unterstütze die Jugendlichen dabei, ihre Gedanken und Emotionen zu Papier und später auf die Bühne zu bringen. Dabei entstanden beeindruckende Einblicke in die Ideen- und Lebenswelten junger Erwachsener. Ein Impulsvortrag, Analysen von Rapper-Texten und die Schilderungen von Lea Riml, der Gewinnerin des Österreichischen Redewettbewerbs 2017, zu diskriminierenden Texten waren Höhepunkte des Programms.  Nach einer Podiumsdiskussion gab es dann noch freie Bühne für Battles mit den Beats von DJ RunLAC.

MuslimInnen gegen Antisemitismus

Jugendliche stehen mit betroffenen Gesichtern und Kopfhörern auf vor Museumstafeln

Bundesland: österreichweit
ProjektträgerIn: Muslimische Jugend Österreich

Das Projekt hat die Sensibilisierung junger in Österreich lebender Musliminnen und Muslime zum Ziel. Zum einen durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Antisemitismusforschung, Journalismus und Politikwissenschaft. Und zum anderen durch eine Studienreise nach Auschwitz sowie einer Begegnung mit der Zeitzeugin Helga Feldner-Busztin. Des Weiteren wurde der Besuch einer Synagoge, eine Exkursion zum Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes sowie der Besuch des Jüdischen Museums Wien organisiert. Nach einer Abschlussveranstaltung wurde auch ein Praxishandbuch veröffentlicht.

„Sicherheitshalber!“ – Mutig für seelische und körperliche Unversehrtheit bei den PPÖ

Plakat mit Aufschrift

Bundesland: österreichweit
ProjektträgerIn: Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ)

Mit dem Projekt haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Österreichs mit Einbindung unserer Kinder und Jugendlichen ein Grundlagendokument und darauffolgend einen Verhaltenskodex zur Thematik der Grenzüberschreitungen und sexualisierten Gewalt geschaffen. Sie umfasst sowohl Verhaltensregeln für Pfadfinderinnen und Pfadfindern und stellt zugleich ein klares Statement zur Haltung der Organisation nach außen hin dar. Zudem ist die Ausbildung der Jugendleiterinnen und -leiter um ein Modul zum Thema „Sicherheitshalber“ erweitert worden. Kooperationen und der Austausch mit Expertinnen und Experten anderer internationaler Pfadfinderverbände und nationaler Beratungsstellen – wie „Rat auf Draht“ – lieferten Know-how und haben zum Erfolg des Projekts beigetragen.

PreisträgerInnen auf der Bühne
Logo Österreichischer Jugendpreis 2019

Kurzfilm zur Kategorie „Nationale Jugendarbeit“